Mindestlohn stoppen, aber richtig
9. März 2008Vielleicht wäre das letzte Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts eine schöne Möglichkeit, den Mindestlohn genau schnell in der Versenkung verschwinden zu lassen, wie er von dort aufgetaucht ist. Danke.
Denjenigen, welche sich diesem sozialistischen Staatsdiktat aus Großkoalitionsräson unterwerfen wollen, sei dieser kurze, im Detail jedoch nicht nur für Juristen erhellende Kommentar aus der FAZ (via TF) gewidmet:
Man muss diesen Schwachsinn einmal im Detail analysieren. Denn dann erst wird deutlich, welch absurde Karnevalsveranstaltung seit Monaten aufgeführt wird. Um den Lohn der Beschäftigten bei der Deutschen Post allen Wettbewerbern aufzwingen zu können, hatte der damalige Chef Klaus Zumwinkel sich flugs fiktiv zum Arbeitgeberverband erklärt und mit seinen als Gewerkschaft verkleideten Betriebsräten einen Tarifvertrag vereinbart. Das hat dann Pin & Co, die Konkurrenten der Post, auf den Plan gerufen, die sich unter Führung von Ex-Arbeitsamtschef Florian Gerster ebenfalls als Verband und Gewerkschaft camouflieren mussten, um das Monopol der Post AG zu bestreiten - und einen eigenen, niedrigeren Mindestlohn zu fordern. Bedürfte es noch eines Beweises, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber sich als Kartell verbünden, um Verträge zu Lasten Dritter zu machen, hier wäre er erbracht. Lauter in Paaren geordnete Pappnasen laufen durch die Tariflandschaft.