Archiv für die Kategorie ‘islam’

Hisbollah’s Darling?

24. März 2008

Allen so genannten Israelkritikern (die man auch als Hisbollahdarlinge, Kassamkriecher und Palituchkuschler beschimpfen könnte) sei dieser Artikel ans Herz gelegt, der die verschiedenen Typen der Israelkritik seziert und folgert:

Authentische Kritik ist positiv zweckgerichtet und soll zu einer Verbesserung des Gegenstandes beitragen. Wer sich als (oft einzigen) Gegenstand ausgerechnet den israelischen Staat aussucht, muss aber darlegen können, was ihn antreibt und worauf er hinauswill. Dass Israel kritikwürdig, sprich verbesserungsfähig, handelt, wird niemand ernsthaft bestreiten. Der Ton macht aber immernoch die Musik. Und alles was der angeblich so einsame Israelkritiker macht, ist im Gleichschritt mit Legionen von Gleichgesinnten ohrenbetäubenden Lärm zu produzieren.

Schüttel-Schorsch und die Türken

23. März 2008

Georg Schmid, der Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag, auch Schüttel-Schorsch genannt, hat etwas unüberlegt die Türken mit den Sudetendeutschen verglichen. Der Vergleich wurde mittlerweile aus der Pressemitteilung entfernt, der Schorsch (hoffentlich) geläutert, nichtsdestotrotz halten wir (ähnlich wie dort) gerne fest:

  • Die Sudetendeutsche waren und sind Deutsche (und das real, nicht in dritter oder vierter Generation nachgeboren) und Christen, es gibt also kein Sprach- oder Kulturproblem. Der Themenblock Islamismus, Moscheenbau, Erdogan ist einmal wohlwollend ausgeblendet, aber nur, weil heute Ostern ist. Man könnte aber ein ganzes Buch drüber schreiben.
  • Auch deswegen wäre für die Sudetendeutschen der Begriff Integration trotz gewisser kultureller Unterschiede fehl am Platze.
  • Die Sudetendeutschen wurden von den tschechischen Nationalisten vertrieben und sind nicht - wie die Türken - Wirtschaftsflüchtlinge. Es wird wohl niemand behaupten wollen, dass es heutzutage politische Flüchtlinge aus der Türkei gibt?
  • Da die vertriebenen Sudetendeutschen den üblichen Querschnitt der Bevölkerung darstellten, war seinerzeit von einem hohen Bildungsstand auszugehen. Kann man das vom Gros der türkischen Einwanderern behaupten?

Islamkritik

16. März 2008

Auf die Schnelle ein bisserl Islamkritik. Islamkritik wird ja gerne in die rechtsextreme Ecke gestellt. Das ist bei einigen Wortführern evtl. auch angebracht, bei vielen anderen dagegen nicht. Ich will hier auch gar nicht auf Feinheiten irgendwelcher Bibel- oder Koranverse eingehen, sondern einfach mal einen Diskussionspunkt überspitzt lostreten.

Kann mir mal jemand erklären, warum Leute, die sich einen Dreck um Religion und religiöse Gefühle scheren, die dumme Witze über unser kirchliches Oberhaupt machen und gegen Kruzifixe im Klassenzimmer hetzen, also warum gerade diese Ziehväter und -mütter ghettohafter Parellelgesellschaften (”Integration ist ja ein so böses Wort, und türkisch lerne ich ja gerne, da brauchst scho’ kein Deutsch…”) sich so vehement für Moscheebauten (”größer, schneller, weiter”) einsetzen, das Maul halten, wenn Muslime ihre Frauen verprügeln und kurz halten (”multikulturelle Bereicherung”?), auf Hisbollah-Demos Seit’ an Seit’ mit den absoluten Hardcorefanatikern mitlatschen (”der Ali ist doch mein Freund”), Terroranschläge und Raketen gegen das böse, böse Israel gutheißen (aber dem eigenen Nachbarn aus “Gründen der Selbstverteidigung” aufs Maul geben, wenn es Streit gibt) und die mittelalterliche Unaufgeklärtheit streng-islamischer Mitmenschen als putzige Folklorer abtun?

Kann das jemand? Danke.

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…

18. Januar 2008

…oder wie Meinungsmache in der Blogosphäre funktioniert.

Gerne wird in der Blogosphäre darauf hingewiesen, dass man doch bitte nicht aus bestimmten Blogs wie z. B. Politically Incorrect zitieren möge. Für den Fall PI lässt sich dazu feststellen:

  • das Weblog hat als thematischen Rahmen die kritische Auseinandersetzung mit dem Islam und dem Islamismus
  • daneben ist es proamerikanisch und israelfreundlich
  • einige Kommentatoren in diesem Weblog schießen leider mit ihren Formulierungen über das Ziel hinaus oder verlassen sogar den Boden der FDGO. Dafür ist PI aber nicht haftbar zu machen, im Gegenteil, das Redaktionsteam hat das Problem erkannt und bereits Gegenmaßnahmen ergriffen
  • viele, aber nicht alle Artikel geben interessante Hinweise auf das politische Leben in Deutschland, vor allem zu Themen wie Integration und Jugendgewalt. Andere Artikel sind weniger lesenswert, aber das ist wohl in jedem Weblog so.

Wieso dann wird PI so geächtet? Hintergrund ist eine Hetzkampagne anderer Weblogs, insbesondere dem eines Herrn Niggemeier, der sich in Printmedien und Weblog wiederholt an den einen oder anderen Artikel reibt. Dabei wird gerne auf nebensächliche Aspekte eingegangen, ohne auf das Hauptsujet der betroffenen Artikel einzugehen.

Beispiel dafür ist dieser Artikel, in dem zwar zu Recht angemahnt wird, dass der Freispruch eines Grünen-Politikers unerwähnt bleibt, viele andere Aspekte aber nicht thematisiert werden. Ich würde ebensowenig von einem Flüsterskandal sprechen - das Briefen der Gesprächspartner vor einem Interview geht schon in Ordnung - aber dass eine Bundesministerin und ein Grünen-Politiker so dumm sind, ihre Verärgerung über ein misslungenes Rollenspiel auch noch öffentlich zu machen… Die moralische Autorität, die Niggemeier aus einer fast manischen Auseinandersetzung mit Call-In-Fernsehsendern erworben hat oder erworben zu haben glaubt, sorgt dafür, dass seine Haltung unkritisch übernommen wird. Das ist schade.

Dieses Weblog wird sich auch in Zukunft kritisch, aber solidarisch mit PI auseinandersetzen.