Archiv für die Kategorie ‘hartz iv’

Hartz IV: Leben von drei Euro am Tag

24. Juni 2008

Es gibt ja anscheinend Massen von Kommentatoren, die mich deswegen leidenschaftlich beschimpft haben.

Schön, wenn man von anderer Seite (unfreiwillig) kritische und sehr eloquente Schützenhilfe erhält. Don Alphonso ist zwar ein streitbarer Sozialdemokrat, er kann jedoch trotzdem ansehnlich gut schreiben und formulieren (natürlich sind einige Aussagen stark kritikabel) - diesen Artikel sollten sich einige meiner Kommentatoren unters Kopfkissen legen. Nach der Lektüre, versteht sich.

Sahra Wagenknecht: Hummer statt Hartz IV

18. Februar 2008

Während sich die Linke für Koalitionsverhandlungen in Hessen warmläuft, möchte ich gerne eine Geschichte nach vorne holen, die schon acht Wochen her ist, aber neben den “Stasi-her”-Rufen ein weiteres wahres Gesicht der Linken zeigt.

Die Wortführerin der Kommunisten in der Partei Die Linke ist ausgerechnet bei einem luxuriösen Hummer-Essen fotografiert worden – und hat anschließend die Bilder heimlich gelöscht.

Was so interessant daran ist?

  • Die Wortführerin der Kommunistischen Plattform (KP) wird mithilfe der Linkspartei im EP vom deutschen Steuerzahler alimentiert. Entweder weil das Europäische Parlament für die Linke besonders wichtig oder besonders unwichtig ist.
  • Lothar Bisky, der sich so oft missverstanden fühlt und sich in den Medien vom “linken Flügel” der Linken verbal gerne abgrenzt, hat persönlich anscheinend sehr wenig Berührungsängste mit der KP. Politische Geisterfahrer unter sich…
  • Kein Respekt vor der Privatsphäre oder dem Eigentum anderer, wenn es um den politischen Zweck geht. Heute werden Fotos gelöscht, und morgen…? Und das hier war ein reiner, möglicher Imageschaden, es ging nicht einmal um politische Ziele. Dafür ging man ja schon immer gerne über Leichen.
  • Und klar: Einerseits ein Proletarier-Image pflegen, aber leben wie ein Bourgeois…

Hartz IV - reichen vier Euro am Tag?

11. Februar 2008

In den letzten Tagen geisterte die Diskussion durch die Medien, wieviel Geld man denn am Tag zum Essen habe mit dem Arbeitslosengeld II, im Volksmund auch Hartz IV genannt. Im Gespräch waren etwa vier Euro am Tag.

  • Hartz IV ist ein Notnagel und keine Hängematte. AlG II soll dazu animieren, sich dringendst einen Job zu suchen, und nicht den ganzen Tag vor der Glotze zu hocken und SuperRTL zu gucken. Es kann nicht angehen, dass sich teilweise ganze Familien auf ein Leben in Hartz IV “einrichten” oder es als Lebensmodell ansehen. So etwas ist schlichtweg zum Kotzen.
  • Vier Euro reichen - definitiv. Wer heute in den Supermarkt geht und die Augen aufsperrt, wird sehen, dass man mit vier Euro weit kommt. Ist ja auch Sparen angesagt. Primärlebensmittel statt Fastfood, Discounterware, Verzicht auf Alkohol - voilà… und wenn dann immer noch der kleine Hunger kommt, eben nachmittags nochmals los und um einen Job bemühen.
  • Das Leben mit Hartz IV ist nicht so dolle. Nein, soll es ja auch nicht sein. Die Fleißigen werden belohnt, die Faulen bestraft. So ist das. Mit Hartz IV gibt es eben kein neues Handy, keine Spielekonsole, keinen neuen Fernseher. Warum sollte die Gemeinschaft das auch bezahlen?
  • Und die armen Kinder? Die können einem wirklich leid tun, vor allem wegen ihrer Eltern.
  • Wer nicht arbeiten kann, ist nicht arbeitsfähig - dafür gibt es die Sozialhilfe. Deren Regelsatz ist auch nicht höher. Aber bitteschön, die Gesellschaft bietet genügend Möglichkeiten und Anreize, sein Leben auch unter schwierigen Umständen zu gestalten. Und ohne Arbeit geht das eben nicht.

Angela Merkel hat einmal gesagt: “Sozial ist, was Arbeit schafft”. Um es fortzuführen: Es ist unsozial, arbeitsfähige Leute dauerhaft zu alimentieren und in ihrer sozialen Unmündigkeit zu lassen.

Wem dieser Eintrag zu unsozial ist: Als Einwohner Bayerns in einem der vielen Landkreise mit Vollbeschäftigung und brummender Wirtschaft - aus dieser Perspektive ist der Eintrag verfasst worden - kann ich das Solidarprinzip soweit durchaus einsehen, dass man anderen Ländern und Menschen unter die Arme greift, damit diese wieder aus eigener Kraft vorwärts kommen. Wenn sich diese Zahlungsempfänger daraus aber eine Anspruchshaltung oder ein Lebensmodell basteln und zum Dank noch die Roten wählen, ist für mich der Ofen aus.

Nachtrag: Da ich dort kommentiert habe, und hier in den Kommentaren darum gebeten wurde, noch ein interessanter Link - von einem, der dazu anscheinend und unverständlicherweise nicht in der Lage ist, zu haushalten. Man braucht kaum zu raten, welcher Partei er angehört…

Hartz-IV-Tricks leichtgemacht

20. Januar 2008

Bei ZDF reporter wird aufgezeigt, wie man an illegale Tricks gegen Behörden kommt: man fragt einfach die Linke.

Jana Schulze, Jahrgang 1964, gelernte Kindergärtnerin, sitzt für die Linke im Stadtparlament und ist Vize-Vorsitzende des Sozialausschusses. Sie gab auf Testfragen der Reporter Hinweise, die zum Gesetzesbruch rieten. Fall eins: Ein Paar will zusammenziehen. Sie hat ein gutes Einkommen, er bekommt Arbeitslosengeld II. Schulze rät zu verschweigen, dass man ein Paar ist. Anderenfalls verliere der Mann seinen Anspruch auf die „Stütze“. Fall zwei: Der angebliche Arbeitslose will sein Auto im Wert von mehr als 10000 Euro verkaufen. Weil die Einnahme der Paga gemeldet werden müsste, rät Scharfenbergs Mitarbeiterin zu einem fingierten Kaufvertrag mit einem Freund über nur 500 Euro. Die tatsächliche Summe lasse man sich bar geben, sagt sie. (Zitat via Märkische Allgemeine).

Nein, viel fällt einem dazu nicht ein, außer dass die Linke vielleicht nicht nur vom VS, sondern auch von den Ordnungsämtern überwacht werden sollte.

Via cdu-politik.de.