Verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK
22. Juli 2008Kurze Anmerkung:
Im Rahmen der Entführung der drei bayerischen Bergsteiger in der Nähe des Berges Ararat war in den deutschen Medien immer wieder die Rede von der „verbotenen kurdische Arbeiterpartei PKK“. Ein typischer Fall vorgeblicher politischer Korrektheit.
Nur mal zur Klarstellung: Die PKK ist eine Terrororganisation, die vor Gewalt nicht zurückschreckt, auch wenn sie in Deutschland aus taktischen Gründen darauf verzichtet. Um ihre Strukturen zu finanzieren, greift sie selbst hier auf Erpressung und Mord zurück.
Und: Die PKK ist definitiv keine Arbeiterpartei, denn (Industrie-)Arbeiter in unserem mitteleuropäischen Sinne kann man in Südostanatolien - oder Kurdistan, wenn man es so nennen will - an ganz wenigen Fingern abzählen.
Ich weiß nicht, wer sich die Formulierung „verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK” hat einfallen lassen. Wahrscheinlich jemand mit Che-Guevara-Poster in der Küche und Revolutionsromantik auf dem Bücherbrett.
Natürlich weiß ich, dass es Dutzende von ähnlichen hanebüchenen Fällen angeblich politisch korrekter Formulierungen gibt, wenn Mörder und Terroristen zu „Kämpfern“ und „Befreiungsbewegungen“ werden. Man darf einfach nicht aufhören, Einspruch einzulegen.
Übrigens: Wenigstens im BR war zumindest nach Ende der Entführung von der Terrororganisation PKK die Rede.
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