Liberale Außenpolitik - ein Lektüretipp
Wo wir gerade beim Thema Außenpolitik sind: das kurzsichtige Treiben der Fischers und Steinmeiers verstellt nostalgisch den Blick auf alte Zeiten, als Deutschlands Außenpolitik weniger chaotisch und noch an langfristigen, soliden Interessen ausgerichtet war.
Für alle diejenigen sei das Buch Sternstunde der Diplomatie von Philip Zelikow und Condoleezza Rice empfohlen. Dort wird in zahlreichen Berichten und Ausführungen aus dem Zentrum der Ereignisse während der deutschen Wiedervereinigung unter anderem auch die liberale Außenpolitik des heutzutage ja gern beklatschten Hans-Dietrich Genscher beleuchtet.
Wäre es nach dem FDP-Außenminister gegangen, würden wir unter Umständen heute noch Begrüßungsgeld verteilen und die SED hieße immer noch SED (heißt sie ja eigentlich auch…). Naja, vielleicht hätten wir Oskar Lafontaine dann auch einfach “nach drüben” abschieben können. Spaß beiseite: Nur der Initiative und Durchsetzungskraft eines Helmut Kohls haben wir zu verdanken, dass ein geeinigtes Deutschland in einem historisch einmaligen Moment schnellstmöglich in die Wege geleitet wurde. Die SPD hat sich damals ja auch nicht mit Ruhm bekleckert…
Wer sich für die jüngere deutsche Geschichte von einem nichtdeutschen, aber konservativen Standpunkt interessiert, kommt an diesem Titel eigentlich nicht vorbei.
Hier gibt es das fast vergriffene Buch in einer neueren Auflage.
20. März 2008 um 0:09
Guter Tipp -vielen Dank
20. März 2008 um 20:10
Ein Buch, in dem Condoleezza Rice die Außenpolitik anderer Länder beschreibt? Wer im Glashaus sitzt …
23. März 2008 um 23:25
Erst lesen, dann meckern…