Islamkritik

Auf die Schnelle ein bisserl Islamkritik. Islamkritik wird ja gerne in die rechtsextreme Ecke gestellt. Das ist bei einigen Wortführern evtl. auch angebracht, bei vielen anderen dagegen nicht. Ich will hier auch gar nicht auf Feinheiten irgendwelcher Bibel- oder Koranverse eingehen, sondern einfach mal einen Diskussionspunkt überspitzt lostreten.

Kann mir mal jemand erklären, warum Leute, die sich einen Dreck um Religion und religiöse Gefühle scheren, die dumme Witze über unser kirchliches Oberhaupt machen und gegen Kruzifixe im Klassenzimmer hetzen, also warum gerade diese Ziehväter und -mütter ghettohafter Parellelgesellschaften (”Integration ist ja ein so böses Wort, und türkisch lerne ich ja gerne, da brauchst scho’ kein Deutsch…”) sich so vehement für Moscheebauten (”größer, schneller, weiter”) einsetzen, das Maul halten, wenn Muslime ihre Frauen verprügeln und kurz halten (”multikulturelle Bereicherung”?), auf Hisbollah-Demos Seit’ an Seit’ mit den absoluten Hardcorefanatikern mitlatschen (”der Ali ist doch mein Freund”), Terroranschläge und Raketen gegen das böse, böse Israel gutheißen (aber dem eigenen Nachbarn aus “Gründen der Selbstverteidigung” aufs Maul geben, wenn es Streit gibt) und die mittelalterliche Unaufgeklärtheit streng-islamischer Mitmenschen als putzige Folklorer abtun?

Kann das jemand? Danke.

3 Antworten zu “Islamkritik”

  1. Bauer Gerhard sagt:

    Mir ist es egal ob jemand rechts- oder linksextrem oder sonstwie ist. Wenn er gegen die Islamisierung Deutschlands und Europas ist, ist es ok. In anderen Fragen mag man durchaus geteilter Meinung sein, wie es im Leben halt so ist. Es ist wichtig sich in dieser Frage nicht auseinanderdividieren zu lassen. Je mehr Abgrenzungen erfolgen umso besser für den Gegner, ist auch ein beliebtes Mittel um keine einheitliche Front entstehen zu lassen. Als ich hörte, dass die Linken eine Unterschriftensammlung gegen den EU-Beitritt der Türkei machen wollen, habe ich ihnen sofort geschrieben und ihnen mitgeteilt, dass ich unterschreiben werde. Warum macht die CSU dergleichen nicht? Wenn sie doch gegen den EU-Beitritt der Türkei ist und Söder sogar den Abbruch der Verhandlungen forderte. Sind es etwa nur Nebelkerzen?
    Deine Frage ist unwichtig und uninteressant. Du weißt auch die Antwort. Die wichtige Frage ist, was können wir gegen die Islamisierung machen?

  2. Torsten sagt:

    Unterschriftensammlungen bringen nichts - ich denke, der Hebel muss parlamentarisch angesetzt werden. Wer da nix oder nicht genügend tut, wird die Konsequenzen am Wahltag zu spüren bekommen.

    Naütrlich weiß ich auch die Antwort auf meine Frage, mich nerven diese Gutmenschen halt kolossal. Gegen die Islamisierung muss man wachsam bleiben, mit allen legalen Mitteln gegen den Moscheebau einschreiten und den Herren Berufspolitikern entsprechend auf die Finger klopfen… Hier in der oberbayrischen Provinz ist Islamisierung natürlich ein wahnsinnig abstrakter Begriff, ich kenne aber auch die Kehrseite aus Städten wie Duisburg.

  3. Karl sagt:

    Alles eine Frage vom Maß und Ziel.

    Viele dieser sogenannten Islam-Kritiker sind nichts weiter als plumpe Hetzer. Ich habe absolut nichts gegen eine vernünftige und maßvolle Religionskritik. Sie darf aber die Grenzen des guten Geschmacks nicht überschreiten.

    Als Überschreitung des guten Geschmacks betrachte ich es sowohl, wenn man ein Schwein ans Kreuz nagelt, als auch wenn man Mohammed eine Bombe aufs Haupt setzt.

    Da bin ich mit Edmund Stoiber einer Meinung:

    “Wir brauchen in unserer Gesellschaft einen Grundkonsens, dass nicht alles mit Füßen getreten werden darf, was anderen heilig ist”

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